Nora beginnt neben ihrer Arbeit einen Abendkurs.Sie versucht, jeden Tag zwei Stunden zu lernen.Schon nach drei Tagen ist sie erschöpft.Im Unterricht kann sie sich kaum konzentrieren.Ihre Kursleiterin empfiehlt, kleinere Schritte zu planen.Nora entscheidet sich, morgens zehn Minuten Wörter zu wiederholen.Zweimal pro Woche liest sie einen kurzen Text.Am Sonntag übt sie mit einer Freundin ein Gespräch.Nach zwei Wochen schaut Nora in ihr Heft.Nicht jeder Tag ist vollständig, aber sie hat regelmäßig gelernt.Besonders die Gespräche fallen ihr leichter.Sie beschließt, den kleinen Plan zu behalten.Neben „Deutsch lernen“ schreibt sie noch einen Punkt: „Pausen machen“.Den streicht sie nicht mehr.Für das nächste Gespräch sammelt sie schon Wörter aus ihrer Arbeit.Am Sonntag spielt ihre Freundin eine Kundin, die einen Termin ändern möchte.Nora kennt viele einzelne Wörter, aber zuerst fehlen ihr die passenden Sätze.Sie schaut kurz in ihr Heft und versucht es noch einmal.Danach tauschen sie die Rollen.Nora stellt jetzt selbst Fragen.Ihre Freundin antwortet anders als erwartet.So muss Nora wirklich zuhören und kann nicht nur einen Text wiederholen.Nach dem Gespräch schreiben beide auf, was gut ging und was sie noch üben möchten.Nora wählt nur einen Punkt für die nächste Woche: höflich nachfragen.Am Montag benutzt sie einen dieser Sätze bei der Arbeit.Sie versteht die Antwort und fühlt sich sicherer.Diese kleine Erfahrung schreibt sie ebenfalls in ihr Heft.